Keratokonus
Keratokonus: klar sehen mit speziellen Kontaktlinsen
Beim Keratokonus wölbt sich die Hornhaut fortschreitend kegelförmig vor und wird dabei dünner. Weil die Hornhaut dadurch unregelmäßig geformt ist, entsteht ein verzerrtes, unscharfes Bild, das sich mit einer normalen Brille kaum noch ausgleichen lässt. Hier sind wir in unserem Spezialgebiet: Mit individuell angepassten Kontaktlinsen holen wir für Menschen mit Keratokonus wieder ein klares, stabiles Sehen zurück.
Wie sich ein Keratokonus bemerkbar macht
Typisch ist eine Sehschärfe, die sich verschlechtert und schwankt, sodass die Brillenwerte häufig angepasst werden müssen. Dazu kommen oft verzerrte Konturen, Doppelbilder auf einem Auge, eine erhöhte Blend- und Lichtempfindlichkeit sowie Schleiersehen. Die Erkrankung beginnt meist im Jugend- oder jungen Erwachsenenalter und betrifft in der Regel beide Augen unterschiedlich stark. Je früher sie erkannt wird, desto besser lässt sie sich begleiten – deshalb ist eine genaue Vermessung der Hornhaut so wichtig.
Formstabile Speziallinsen: unsere Kernkompetenz
Sobald eine Brille nicht mehr ausreicht, sind formstabile Kontaktlinsen das Mittel der Wahl. Sie legen sich über die unregelmäßige Hornhaut und schaffen mit dem Tränenfilm darunter eine neue, glatte optische Oberfläche – so wird das verzerrte Bild wieder scharf. Jede dieser Linsen ist eine Maßanfertigung: Wir vermessen Ihre Hornhaut genau und stimmen die Linsengeometrie individuell auf die Form Ihres Kegels ab, damit die Linse gut sitzt, den empfindlichen Bereich schont und angenehm zu tragen ist. Genau diese Anpassung ist anspruchsvoll und braucht Erfahrung – und dafür nehmen wir uns Zeit.
Ein wichtiger Punkt zur Einordnung: Eine Kontaktlinse verbessert das Sehen, sie behandelt den Keratokonus aber nicht. Sie hält das Fortschreiten nicht auf, sondern gleicht die Unregelmäßigkeit optisch aus.
Wenn Linsen allein nicht mehr genügen
In manchen Fällen schreitet der Keratokonus trotz guter Linsenversorgung voran, oder die Hornhaut wird so unregelmäßig, dass Linsen allein nicht mehr ausreichen. Dann arbeiten wir eng mit spezialisierten Augenärzten zusammen. Bei fortschreitender Erkrankung kann das sogenannte Cross-Linking die Hornhaut stabilisieren und so das Voranschreiten aufhalten. In anderen Situationen kommen ergänzende Verfahren wie intrastromale Ringsegmente oder, in fortgeschrittenen Stadien, eine Hornhauttransplantation infrage. Wichtig zu wissen: Auch nach einem solchen Eingriff sind meist weiterhin Speziallinsen für das bestmögliche Sehen nötig – die medizinische Stabilisierung und die optische Versorgung ergänzen sich.
Sie haben die Diagnose Keratokonus erhalten oder den Verdacht? Dann vereinbaren Sie Ihren Anpasstermin bei uns in Würzburg. Wir vermessen Ihre Augen, beraten Sie ausführlich und finden gemeinsam den besten Weg zu klarem Sehen.
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