Eine Brille aus Rizinusöl entsteht im 3D-Drucker. Aus dem Öl der Rizinuspflanze entsteht zunächst ein Kunststoff mit der Bezeichnung PA11. Daraus baut der Drucker die Fassung Schicht für Schicht auf. Die Clip Kollektion von annu zeigt, wie das funktioniert. Entscheidend ist dabei, woher der Rohstoff stammt und wie er angebaut und verarbeitet wird.
Woraus besteht eine Brille aus Rizinusöl?
Für jedes Brillengestell der Clip Kollektion verwendet annu pflanzenbasiertes Nylon. Dieses Nylon trägt die Bezeichnung PA11 und basiert auf Rizinusöl statt auf Erdöl. Die Bügel bestehen aus Titan.
Das Material erhöht zudem die Flexibilität der Scharniere. Außerdem trägt es das langlebige Clip-Konzept, bei dem die Bügel ohne Schrauben in der Front stecken. annu setzt dabei auf PA11, weil sich dieses Nylon im 3D-Druck verarbeiten lässt. Denn genau das macht das schraubenlose Scharnier stark, flexibel und zuverlässig.
Warum eignet sich PA11 für eine Fassung?
Die Widerstandsfähigkeit von PA11 prägt das charakteristische Design der Clip Kollektion und sorgt für dauerhafte Stabilität. Das Material bleibt flexibel und kehrt nach einer Belastung wieder in seine ursprüngliche Form zurück.
So entsteht ein zuverlässiges, ultraleichtes Scharnier für den täglichen Einsatz. Im Alltag heißt das: Die Fassung übersteht das ständige Auf- und Absetzen. Zudem richten wir die Titanbügel bei Bedarf in unserer Werkstatt nach, damit die Brille sicher sitzt. Andere Materialien haben ihre eigenen Stärken. Welche Fassung zu Ihnen passt, lesen Sie in unserem Überblick zu Brillengestellen.
Wie wächst Rizinus, und woher stammt das Öl?
Rizinus ist eine Kulturpflanze aus Monsunregionen. Die Pflanze ist trockenheitsresistent und keine Nahrungspflanze. Zudem können Landwirte sie bereits vier bis sechs Monate nach der Aussaat ernten.
Dadurch bleiben die Anbauzyklen vergleichsweise kurz. Zudem wächst Rizinus auch unter anspruchsvollen Bedingungen zuverlässig. Das Öl stammt laut annu aus dem Pragati-Programm in Gujarat (Indien). Dort schulen Arkema, BASF und weitere Partner Rizinus-Landwirte und veröffentlichen die Ergebnisse jährlich. Aus dem Öl entsteht anschließend das Polyamid, das später im Drucker landet.
Was bringt der 3D-Druck bei einer Brille aus Rizinusöl?
Der Drucker setzt Material nur dort ein, wo die Fassung entsteht. Anders als beim Fräsen wird kein großer Materialblock abgetragen. Nicht verbrauchtes Pulver geht laut annu in den nächsten Druckvorgang.
Zudem produziert annu keine großen Mengen ohne bestätigte Nachfrage. So vermeidet das Unternehmen spekulative Überproduktion und hält die Lagerbestände klein. Gedruckt wird also erst, wenn eine Bestellung vorliegt. Ein Nebeneffekt betrifft das Gewicht: Ohne Gläser wiegt eine Fassung unter vier Gramm. Dazu trägt auch der Aufbau bei, denn eine gedruckte Front braucht weniger Material als ein gefrästes Gestell.
Für wen eignet sich eine Brille aus Rizinusöl?
Die Fassungen sind sehr leicht und kommen ohne Schrauben in Kombination mit den Titanbügeln aus. Das ist vor allem dann interessant, wenn Sie Ihre Brille den ganzen Tag tragen. Ebenso hilft es, wenn Sie empfindlich auf Druck an Nase und Schläfen reagieren.
Ob eine Fassung wirklich passt, zeigt sich allerdings erst beim Aufsetzen. Deshalb halten wir die Clip Kollektion in der Domstraße 15 in Würzburg zum Probieren bereit. Die Bügel gibt es in drei Längen, die Nasenpads in mehreren Größen. Beides passen wir in wenigen Minuten an. Danach prüfen wir, ob sich Ihre Werte in der gewünschten Fassung sauber verglasen lassen.
Eine Brille aus Rizinusöl lebt deshalb vom Anprobieren. Sie möchten die Fassungen einmal auf der Nase spüren? Dann kommen Sie gern in unser Geschäft zwischen Rathaus und Dom oder vereinbaren Sie vorab einen Termin.